Archiv für Februar 2011

schadenfreude ist die schönste freude

die lustigsten zitate zu dresden aus dem nazi-forum thiazi und altermedia:

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Dann will ich mal anfangen zu berichten. Um fünf klingelte der Wecker, frühstücken, anziehen, Sachen packen. Um sechs ging es dann ab zum Treffpunkt, dort ließ der Reisebus nicht lange auf sich warten. Wir starteten mit einem besetzten Bus, sammelten am nächsten Treffpunkt weitere zwei besetzte Busse ein. Alles verzögerte sich, weil unser Bus nicht durch zwei Schilder durchpassen wollte

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Da ich den Life-Twitter verfolgte, wollten wir alle gesammelt aussteigen, aber unser „Reiseleiter“ ließ uns nicht. Und da er zugleich noch Kameradschaftsführer ist, beugte sich die Mehrheit. „Lustig“ war es ja, dass aus den anderen Bussen ALLE aussteigen durften, wir konnten einer nach dem anderen mal kurz raus, urinieren oder rauchen. (Unsere „Bordtoilette“ war defekt… Der Verschluss war offen und somit verteilte sich alles zu Füßen der dort stehenden Polizisten, natürlich nicht beabsichtigt… ^^)

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Man kann als Partei nicht fordern das Gewaltmonopol des Staates anzuerkennen und gleichzeitig Polizeibeamte verdreschen.

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Und denkt immer daran: nicht der Stärkere ist immer der Gewinner, sondern meist der Zähere, der Ausdauerndere!

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Ein kleines Häuflein konnte noch durch eine Einkaufspassage flüchten, musste dann aber später notgedrungen in den Kessel zurückkehren, da es in der kleinen Zahl nicht möglich gewesen wäre – ohne Gefahr zu laufen von Antifas aufgefangen zu werden – weiterzugehen.

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Hat von euch auch noch jemand diese weibliche Gestalt mit dem SS-Tattoo auf der Stirn jemand gesehen? Für solche Subjekte muss man sich echt schämen. Ist dahergekommen wie die letzte Zecke mit an der Seite abrasierten und in der Mitte halb verfilzten, ungepflegten Haaren – aber Hauptsache groß und für jedermann sichtbar die Siegrunen auf der Stirn haben…

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Und wir waren dieses Jahr wieder mehr Leute in Dresden. Ich habe mit einigen Kameraden gesprochen, und diese kommen zu dem Schluß, das wir die 10.000er Marke gebrochen haben.

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Ich glaube es reicht langsam, sich auf Krampf die zwei drei gelungen Aktionen rauszusuchen und ständig auf unsere Nationalpazifisten zu hören. Der gestrige Tag war eine Schande für uns! Die Taktik der Gegenseite ist zu 100% aufgegangen.

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Was mich am meisten aufgeregt hat waren die Assis die gestern Morgen schon mit Bierdosen in der Hand rumliefen einige hatten sogar auf der Demo Stoff dabei.

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Leider wurde in diesem Moment einmal wieder klar,daß die meisten von uns allenfalls national,jedoch keinesfalls Widerstand sind.

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Und sich immer nur auf die Bullen zu berufen und zu sagen, sie hätten die Straße frei machen sollen, finde ich haltlos. Denn von einem zarten Vorgehen der Einheiten gegen die Blockaden kann wohl kaum die Rede sein

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- der ältere (meiner Meinung nach verwirrte) Mann mit einer schwarzen Fahne mit der Aufschrift Aschersleben, der sich partout von den Polizisten erschießen lassen wollte für Reichsdeutschland

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Eines haben uns die Linken und die Antifa voraus: wenn es um Aktionen gegen einen politischen Gegner geht halten die zusammen.

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Überwiegend disziplinierte Hinreise, wenig bis kein Alkohol auf der Hinfahrt, das habe ich schon viel schlimmer erlebt.

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Ich weiß gar nicht, ob ich das hier wirklich kommentieren soll, aber ich frage mich ernsthaft, wie (national-)sozialistisch es ist, sich an Rastplätzen einfach zu bedienen, ohne zu bezahlen. Ist das jetzt ein neuer Trend, den ich da ganz offensichtlich verschlafen habe?

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Ob wir keine Probleme mit denen haben sei dahingestellt, aber es wurde trotzdem kein Fenster eines Chinesen eingeschmissen, da die Rolläden runtergelassen waren. Der „Spezialwerfer“ wurde nach jedem Wurfversuch immer aggressiver, bis ihm man mal erklären konnte, dass es sinnlos ist, eine Lampe durch nen Rolladen zu bekommen.

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Vor allem sollte man eines nach Möglichkeiten vermeiden: Im öffentlich einsehbaren Kommentarteil eines Nachrichtenportals irgendwelche grundsätzlichen Strategiediskussionen zu führen. Dafür gibt es andere Möglichkeiten:
Feind liest mit!

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Meiner Meinung nach sollten wir folgenden Grundsatz beherzigen:
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert!

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2) Die “BRD” ist nichts anderes als eine GmbH, eingetragen in Frankfurt/Main, Handelsregisterblatt 51 411

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Da die “BRD” nur eine GmbH ist, kann sie natürlich auch keine Staatsbürgerschaften vergeben…..
Deshalb heisst das dort auch “Einbürgerung”

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Du verbreitest hier Unsinn! Die BRD ist keine GmbH, sondern eine Staatssimulation. So etwas besonderes ist das aber nicht, denn welcher heutige Staat handelt denn im Interesse seines Volkes (soweit überhaupt ein Volk vorhanden ist)?

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Die NPD gehört nicht zu uns. NPD-Verbot jetzt! (Dann kommen die dortigen Idealisten auf »dumme Gedanken«.)

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Klar ist zumindest, daß sämtliche Bedienstete der Staatssimulation BRD sich mit ihren Pensionsansprüchen an die GmbH in Frankfurt (Haftungskapital: DM 50.000,-) wenden müssen, da diese das Vermögen und die Verbindlichkeiten “des Bundes” (wie sich diese Staatssimulation immer nennt) verwaltet.
Das habe ich schriftlich und vom Deutschen Reich gibt´s nix für diese ganzen Dummköpfe.

isch muss pullern, ich doaf ned duasch

so in aufgebrachter alt-nazi gegenüber spiegel-tv ab 1:20

so lässt sich die stimmung der nazis gestern, den 19.2.11 gut zusammenfassen. das blockade konzept ging gut auf, die nazis konnten nicht marschieren, nur vereinzelt sind sie ein paar meter weit gekommen. was passiert wenn sie auch nur soweit gehen dürfen sieht man hier:

zusammenfassend bleibt zu sagen:

persönlicher eindruck: winter kalt, pfefferspray schmerzhaft, wasserwerfer nass, brennende barrikaden angenehm warm, aber nicht geruchsneutral, nazis doof

eindruck bei den nazis: große enttäuschung, großes rumgeweine, große wut auf die juden-brd, nichtmal der versuch, die ereignisse zu den eigenen gunsten zu verdrehen. ob nächstes jahr wieder soviele kommen, bleibt höchst fraglich, das identitätsstiftendes event kam nicht zustande.

und zuletzt noch was zum thema „die blöden autonomen machen unseren friedlichen protest kaputt“:

das kommt von leuten, deren protest gegen nazis heißt: „ihr seid deutschlands schande, schämt euch!“ (gesehen auf mdr)

wer durchbricht denn unter nicht geringer gefahr für die eigene körperliche unversehrtheit die polizeiketten, damit ihr überhaupt zu den blockadepunkten kommt und nicht den ganzen tag am stadtrand steht? wer beschäftigt denn die polizei mit barrikaden und steinen, damit sie euch nicht plattmachen? und von wegen gewalt: wieso ist denn eine brennende mülltonne mehr gewalt als ein lagerfeuer? verletzt wurde niemand, nichtmal mit pflastersteinen kann man einen polizisten mit helm und kampfmontur ernsthaft schaden.

dresden war ein erfolg.

no paseran!

blaulicht

mal nachdenklicher rap ohne sexismen vom hamburger rapper nave57.

rainald grebe

mal zwei stücke von einem der größten deutschsprachigen kaberettisten:

der asta hamburg in der defensive

oder: wer hat angst vorm schwarzen mann?
wer hat angst vorm schwarzen mann?

ich weiß nicht, warum mich dieses thema momentan überhaupt so beschäftigt, schließlich gehen gerade viele andere sachen ab. ich vermute mal, dass ich das ganze als symphtomatisch für viele andere aktuelle entwicklungen halte, die insbesondere bei den unis gerade passieren.
kurze zusammenfassung: der asta in hamburg besteht aus einer, man kann durchaus das edikett neoliberal draufkleben, koalition aus u.a. jusos (die in hamburg traditionell weit rechts stehen), liberalen und wiwis. dieser asta hat u.a. 1200 euro für seine weihnachtsfeier ausgegeben, wollte aber keine 500 für eine dresden-mobilisierung springen lassen. so weit, so traurig.
vor ca. einer woche war die premiere des asta-imagefilms „inside asta“, der schon im vorfeld für empörung gesorgt hatte. mit dem budget (aus studienbeiträgen wohlgemerkt) wurde ein werk produziert, das vor rassismus und sexismus nur so strotzt. ich weiß darauf gar nicht weiter eingehen, daher nur dieser link:

via stupanews

was aber echt irritierend war: die „stellungnahme“ des asta: holprig, skurril und unverschämt

Die durch den Film „Inside AStA“ hervorgerufene wichtige Diskussion um Rassismus ist eine für eine gerechte Gesellschaft zwangsläufige. Nur durch einen zensurfreien Diskurs kann der Weg in eine offene, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft führen.

da macht also jemand einen rassistischen film und spielt sich noch auf, dass die deshalb hervorgerufene diskussion ja so wichtig für eine gute gesellschaft ist. gehts denn noch, ihr vollhonks? da kann sich ja die npd damit brüsten, diskussionen über rassismus auszulösen. sechs, setzen!

Für den AStA der Uni Hamburg (AStA UHH) gilt, dass Rassismus das gleichzeitige Wirken von Vorurteilen und einem ungleichen Machtverhältnis bezeichnet und nicht nur strikt abzulehnen, sondern auch aktiv gegen Rassismus eingetreten werden muss.

da fehlt ein „ist“. außerdem glaub ich, gehören vorurteile und machtverhältnisse irgendwie zusammen, aber vielleicht irre ich mich und die wirken nur zufällig gleichzeitig, ich bin ja bloß ein linker, der, wie der im film zu sehende, lange haare hat und mit plakaten unterm arm durch die flure schlürft.

Wenn Vorurteile klar erkenntlich überspitzt und sterilisiert dargestellt werden und diese Einsicht zusätzlich durch filmtheoretische Betrachtung gestützt werden kann, kommuniziert der Film die Absurdität des Gezeigten und beschreibt damit sein differenziertes Gegenteil.

1. heißt es stilisiert, nicht sterilisiert. war da ein mediziner am werk?
2. ein film kommuniziert nicht die darstellung von etwas gezeigtem, sondern ist die darstellung. es mag ja manchmal schwierig sein, parodien als solche zu erkennen, aber das ist einfach keine. das ist eine billige tour, sich hinzustellen und bei missfallen des eigenen werkes zu sagen: ironie! satire!

Der Film „Inside AStA“ wurde somit als nicht-rassistisch eingeordnet und wird in den nächsten Tagen auf der Homepage des AStA veröffentlicht.

blablabla. wurde eingeordnet. naja von euch.

Nur durch die vorherige Erkenntnis ist beispielsweise Kabarett, welches gerne politische Ereignisse kommentiert, generell möglich.

jaja, das stimmt…

Unabhängig davon, bittet der AStA UHH alle Menschen, bei denen dieser Film für Missverständnis gesorgt hat, um Entschuldigung.

missverständnis, soso. wenn jemand was missversteht, dann muss man sich nicht entschuldigen (höchstens dafür, dass man was unklar rübergebracht hat). die leute vom black student network etc., die den film rassistisch fanden, haben sich diskriminiert und rassistisch behandelt gefühlt. da von missverständnis zu reden, ist eine krasse unverschämtheit.

Dies macht klar, dass die Überwindung von Rassismus ein schwieriges und wichtiges Unterfangen ist und nur durch einen offenen Dialog ohne vorverurteilende Anschuldigungen zwischen Menschen geschehen kann.

blablablablabla… vorverurteilend. hat jemand den asta rassistisch genannt, bevor der film da war? frechheit, dass man sich von leuten, die so ein scheiße fabrizieren anhören muss, man sei „vorverurteilend“.

Als AStA UHH haben wir uns in der vergangenen Legislatur für die Stärkung von Organen der Verfassten Studierendenschaft eingesetzt, die auch anti-rassistisch und anti-diskriminierend wirken. So wurde auf unser Hinwirken in unserer Legislatur wieder eine rechtmäßige und erfolgreiche Wahl des „AusländerInnenreferates“ durchgeführt oder die Etablierung von „Männertagen“ in der Universität Hamburg durchgesetzt.

boah, ich krieg das kotzen. wie diese männertage aussehen, würd ich gern mal erfahren. gibts da kistenweise astra aus studienbeiträgen und pornos auf dem beamer in der aula?
ach nee, das war polemisch, wahrscheinlich gehts um männer, die sich in sprachwissenschaften überfordert fühlen, tut mir leid.

kann mal bitte jemand nach hamburg mobilisieren und den asta stürzen?

alle müssen was tun

ich fands lustig (=

classless kulla

reclaim liebig14!

sollte jemand gerade zeit und kleister übrig haben, hätte ich eine idee:

demolition-tour 2011

kairo, tunis, friedrichshain
wir hauen alles kurz und klein!

liebig14

liebig14 verteidigen!

ich fang dann mal an. natürlich nicht ohne passenden soundtrack.

kawumm! deutschland plätten!

kommunismus

wer utopie findet, darf sie behalten.

via communisme