der asta hamburg in der defensive

oder: wer hat angst vorm schwarzen mann?
wer hat angst vorm schwarzen mann?

ich weiß nicht, warum mich dieses thema momentan überhaupt so beschäftigt, schließlich gehen gerade viele andere sachen ab. ich vermute mal, dass ich das ganze als symphtomatisch für viele andere aktuelle entwicklungen halte, die insbesondere bei den unis gerade passieren.
kurze zusammenfassung: der asta in hamburg besteht aus einer, man kann durchaus das edikett neoliberal draufkleben, koalition aus u.a. jusos (die in hamburg traditionell weit rechts stehen), liberalen und wiwis. dieser asta hat u.a. 1200 euro für seine weihnachtsfeier ausgegeben, wollte aber keine 500 für eine dresden-mobilisierung springen lassen. so weit, so traurig.
vor ca. einer woche war die premiere des asta-imagefilms „inside asta“, der schon im vorfeld für empörung gesorgt hatte. mit dem budget (aus studienbeiträgen wohlgemerkt) wurde ein werk produziert, das vor rassismus und sexismus nur so strotzt. ich weiß darauf gar nicht weiter eingehen, daher nur dieser link:

via stupanews

was aber echt irritierend war: die „stellungnahme“ des asta: holprig, skurril und unverschämt

Die durch den Film „Inside AStA“ hervorgerufene wichtige Diskussion um Rassismus ist eine für eine gerechte Gesellschaft zwangsläufige. Nur durch einen zensurfreien Diskurs kann der Weg in eine offene, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft führen.

da macht also jemand einen rassistischen film und spielt sich noch auf, dass die deshalb hervorgerufene diskussion ja so wichtig für eine gute gesellschaft ist. gehts denn noch, ihr vollhonks? da kann sich ja die npd damit brüsten, diskussionen über rassismus auszulösen. sechs, setzen!

Für den AStA der Uni Hamburg (AStA UHH) gilt, dass Rassismus das gleichzeitige Wirken von Vorurteilen und einem ungleichen Machtverhältnis bezeichnet und nicht nur strikt abzulehnen, sondern auch aktiv gegen Rassismus eingetreten werden muss.

da fehlt ein „ist“. außerdem glaub ich, gehören vorurteile und machtverhältnisse irgendwie zusammen, aber vielleicht irre ich mich und die wirken nur zufällig gleichzeitig, ich bin ja bloß ein linker, der, wie der im film zu sehende, lange haare hat und mit plakaten unterm arm durch die flure schlürft.

Wenn Vorurteile klar erkenntlich überspitzt und sterilisiert dargestellt werden und diese Einsicht zusätzlich durch filmtheoretische Betrachtung gestützt werden kann, kommuniziert der Film die Absurdität des Gezeigten und beschreibt damit sein differenziertes Gegenteil.

1. heißt es stilisiert, nicht sterilisiert. war da ein mediziner am werk?
2. ein film kommuniziert nicht die darstellung von etwas gezeigtem, sondern ist die darstellung. es mag ja manchmal schwierig sein, parodien als solche zu erkennen, aber das ist einfach keine. das ist eine billige tour, sich hinzustellen und bei missfallen des eigenen werkes zu sagen: ironie! satire!

Der Film „Inside AStA“ wurde somit als nicht-rassistisch eingeordnet und wird in den nächsten Tagen auf der Homepage des AStA veröffentlicht.

blablabla. wurde eingeordnet. naja von euch.

Nur durch die vorherige Erkenntnis ist beispielsweise Kabarett, welches gerne politische Ereignisse kommentiert, generell möglich.

jaja, das stimmt…

Unabhängig davon, bittet der AStA UHH alle Menschen, bei denen dieser Film für Missverständnis gesorgt hat, um Entschuldigung.

missverständnis, soso. wenn jemand was missversteht, dann muss man sich nicht entschuldigen (höchstens dafür, dass man was unklar rübergebracht hat). die leute vom black student network etc., die den film rassistisch fanden, haben sich diskriminiert und rassistisch behandelt gefühlt. da von missverständnis zu reden, ist eine krasse unverschämtheit.

Dies macht klar, dass die Überwindung von Rassismus ein schwieriges und wichtiges Unterfangen ist und nur durch einen offenen Dialog ohne vorverurteilende Anschuldigungen zwischen Menschen geschehen kann.

blablablablabla… vorverurteilend. hat jemand den asta rassistisch genannt, bevor der film da war? frechheit, dass man sich von leuten, die so ein scheiße fabrizieren anhören muss, man sei „vorverurteilend“.

Als AStA UHH haben wir uns in der vergangenen Legislatur für die Stärkung von Organen der Verfassten Studierendenschaft eingesetzt, die auch anti-rassistisch und anti-diskriminierend wirken. So wurde auf unser Hinwirken in unserer Legislatur wieder eine rechtmäßige und erfolgreiche Wahl des „AusländerInnenreferates“ durchgeführt oder die Etablierung von „Männertagen“ in der Universität Hamburg durchgesetzt.

boah, ich krieg das kotzen. wie diese männertage aussehen, würd ich gern mal erfahren. gibts da kistenweise astra aus studienbeiträgen und pornos auf dem beamer in der aula?
ach nee, das war polemisch, wahrscheinlich gehts um männer, die sich in sprachwissenschaften überfordert fühlen, tut mir leid.

kann mal bitte jemand nach hamburg mobilisieren und den asta stürzen?