Archiv für Mai 2011

daran könnt ihr erkennen, ob eure freunde in der mg (gsp) sind

lustiges fundstück von 1991. der v-schutz gibt eine broschüre über die marxistische gruppe heraus und gibt nützliche tipps:

„Anhaltspunkte für eine mögliche beginnende Einbindung in die MG können sein:

– das Auftauchen der einschlägigen MG-Publikationen,

– Kommentare zu politischen Tagesereignissen mit zynischer Bewertung und in einer bisher nicht gezeigten, belehrend und künstlich intellektualisiert wirkenden Sprache,

– Unwille, auf fremde Argumente einzugehen,

– dogmatisches Beharren auf dem eigenen Standpunkt,

– affektive Gleichgültigkeit gegenüber Ereignissen im familiären und sozialen Umfeld,

– scheinbar unerklärliche Vernachlässigung oder Abbruch bisheriger Sozialkontakte, Auftreten eines neuen Freundeskreises,

– Streßsymptome, ständiger Zeitmangel, verursacht durch regelmäßige ‚Termine‘, über die keine oder nur wenig glaubhafte Erklärungen abgegeben werden,

– Einstellung bisher ausgeübter Freizeitaktivitäten und Hobbies, sofern diese zeitaufwendig waren,

– scheinbar unmotivierter Wohnungswechsel,

– scheinbar unmotivierter Studienortwechsel,

verminderte Zugänglichkeit, Neigung zu Mißtrauen und verstärkte Absonderung aus der bisher gewohnten Umgebung.“ (59 f.)

via gegenstandpunkt

sweet

via awesome

geiler indymedia-comment von letztens

also, am liebsten sitze ich in der uni (mach was mit sprachen und kunst, meine eigene passion ist mir erst mal wichtiger als job oder so) mit meinem macbook und den großen kopfhörern, hör entweder radiohead oder auch mal tomte (thees uhlmann kann ich echt IMMER zitieren!!) und elektro und viel indi (ich hab das auch alles bei musikgeschmack geschrieben, alles klein und mit punkten voneinander getrennt) – am liebsten auf vinyl, analog klingt soooo viel wärmer, hab schon 17 platten bei saturn gekauft – und les mal dies, mal das, also, zeit, taz, neon (also politisch würde ich mich jetzt als mitte links definieren, eher aber links – no pasarán!), natürlich auch vice oder auch mal was von derrida und viel post-modernes und r. m. rilke (steht auch oben mit punkten abgetrennt, ist auch eine klassische schullektüre dabei, die mich sehr geprägt hat, fernsehen guck ich nicht so gern, das ist immer so meinungsbildend – aber ich schreib auch selbst gedichte und kurzgeschichten über mein discoleben in berlin, krasse geschichten zeitweise, sag ich euch und ab und zu update ich meinen blog oder meinen deviantart-account mit impressionen der nacht…!!), kommt immer ganz drauf an, hauptsache, man kann da schon mal bei ner flasche club mate oder nem käffchen drüber diskutieren, am liebsten natürlich in einem der kleinen cafés in friedrichshain wo ich auch immer zu poetry slams geh (super!) oder zu underground-parties (guckt mal in der zitty nach, echt gute tipps!), mit meinen freund_innen, von denen auch manche migrationshintergrund haben, aber das ist kein thema bei uns, im moment interessiert uns der bildungsstreik und die ganze debatte um den burnout-bachelor doch wesentlich mehr (oder zum beispiel über tierrechte, geht mal auf peta2.org, das regt einen echt zum nachdenken an und ist schockierend, ich bin auch seit einigen monaten vegetarier und was soll ich sagen man fühlt sich echt besser dabei wenn keine tiere mehr unter einem leiden wegen der massenproduktion) das lässt uns ja selbst dann nicht los, wenn wir über n süffig-würziges sterni auf ner neuköllner wg-party mit fremden aber interessierten menschen ins gespräch kommen, also ansonsten kann ich mich auch t o t a l in zeitgenössischer kunst verlieren weil die hat immer so viel esprit (toller tipp, wenn ja auch noch nicht sooo bekannt: banksy! witzig-cooles streetart mit auch viel kapitalismuskritik, geht auch echt mal um mehr als nur gute bilder! street art generell ist auch geil, ich fotografier auch in f-hain und x-berg auch ständig welches, hab ich auch ein fotoalbum zu), achja, außerdem trage ich gern enge lederjacke mit grauem american apparel v-neck-strickjacke und drunter auch von american apparel lila t-shirt und röhrenjeans (vans sind auch super!!! und jutebeutel mit asta-logo, ich finde es gut, wenn die klamotten und accessoires auch echt mal was aussagen!! ich würde mich eher als individualist beschreiben, ich weiss das tun viele aber die meisten rennen nur sinnlosen trends hinterher, man muss ja echt nicht alles nachmachen was irgendwelche stars tun!!), ist zwar teuer aber geil, was soll man machen, ne, so ist das eben, so bin ich, so ist mein leben und ich muss ja sagen, obwohl ich zugezogen bin und alles, muss ich sagen „berlin, ick liebe dir“, auch wenn ich weiss, dass das der falsche kasus ist, aber man wird doch mal das idiom der bildungsfernen schichten bedienen dürfen! macht’s gut.

nazis ziehen prügelnd über den mehringdamm

„Eine Division nach Kreuzberg, eine Division in Schwarz. Keine Gnade mehr für Kreuzberg, keine Gnade, eine Division, und das war’s.“

diesen song der band stahlgewitter praktisch umgesetzt haben am samstag ca. 150 nazis am mehringdamm in berlin-kreuzberg. der aufmarsch mitten in dem für seine linke und migrantische szene bekannten stadtviertel wurde bis zuletzt von der polizei geheim gehalten. außerdem hat die polizei es für eine gute idee gehalten, die nazis, nachdem sie blockiert wurden, durch die ubahn-station zu schicken, in der sie mehrere menschen, die sie für migranten hielten, zusammenzuschlugen. als sie schließlich auf der anderen seite wieder herauskamen, stürmten sie in die blockade und traten und schlugen auf (am boden sitzende) menschen ein. angeblich sind mindestens 4 schwerverletzt im krankenhaus.

„Multi-Kulti Terror, Kriminalität, eine sterbende Stadt, es ist schon fast zu spät. Meint Ihr nicht auch, dass es langsam reicht, macht ganz Kreuzberg dem Erdboden gleich.“

ich bin ziemlich geschockt und wütend auf die polizeiführung, die eine solche demo nicht nur zugelassen, sondern auch geheimgehalten hat (sprich die leute nicht gewarnt hat, dass in ihrem kiez leute aufmarschieren, die sie totschlagen wollen.) ich bin aber auch sauer, auf einige linke gruppen, die versuchen, die aktion als erfolg zu verbuchen, so freut sich z.b. die alb: „Nazis aus Kreuzberg vertrieben“

wenn leute krankenhausreif geschlagen werden, gibt es nichts zu feiern, sondern da gilt es nachzudenken, wie soetwas zukünftig verhindert werden kann!

1.mai

„Alle drei Schaufenster kaputt. Wir sind über das Ausmaß der Zerstörung sehr traurig.“
(Dietmar König, Direktor der Volksbank an der Karl-Marx-Straße)