Archiv für August 2011

bayern gegen linksextremismus

ich hab grad keine lust auf einen eigenen text, aber ich hab mal frische news, ist erst 2 stunden her. das webportal des innenministeriums bayern ‚bayern gegen linksextremismus ist online: https://www.bayern-gegen-linksextremismus.bayern.de [behördenseite! ggf. tor verwenden!]. die seite ist bei google noch schwer zu finden.

ich zitiere noch schnell mal br-online, weils so lustig war, hervorhebungen von mir:

Welcher Gruppierung sind die so genannten „Roten Schulhof-CDs“ zuzuordnen und welche Inhalte verbreitet diese Musik? Welche Bands spielen „Hassmusik“(ich will lösen! egotronic!) mit linksextremistischen Texten? Was will und macht der „Schwarze Block“? Welche kommunistischen Zeitschriften kursieren in Bayern? In welchen Orten sind Gruppierungen vertreten?

Antworten auf diese Fragen sind auf der nun gestarteten Internetseite „Bayern gegen Linksextremismus“ nachzulesen. Aufgeklärt werden soll über die Aktivitäten von Organisationen, die nach Ansicht des Innenministeriums dem linksextremen Lager zuzuordnen sind. Wer Hilfe sucht, kann sich an den jeweiligen Regionalbeauftragten für Demokratie und Toleranz wenden. In jedem Regierungsbezirk gibt es einen Verantwortlichen.

[…]

Dennoch hält Koschmieder das Portal für sinnvoll. Hier könnten sich beispielsweise Lehrer informieren, wenn dubiose CDs auf ihrem Schulhof verteilt würden oder Eltern, deren Kinder in die gewaltbereite linke Szene abzudriften drohten. Dass sich Jugendliche selbst über das Portal informieren, hält er für eher unwahrscheinlich. [lol!]

edit: leider nicht viel material, ziemlich schwach und außerdem haben sie andi geklaut. naja was hab ich erwartet.

aktion von exit deutschland hat es bis auf memebase geschafft

the art of trolling und so

memebase

edit: meinte natürlich exit, nicht endstation rechts.

auch epic

wahlkampf in neukölln

klick

trojaner t-shirts bei ‚rock für deutschland‘

exit deutschland hat bei der diesjährigen nazi-veranstaltung ‚rock für deutschland‘ mit einer originellen idee für aufsehen gesorgt. sie verteilten t-shirts mit szenetypischem aufdruck. nach dem ersten waschen verschwand das logo und es kam der spruch zum vorschein: ‚was dein t-shirt kann, kannst du auch‘ und kontaktdaten zu exit.

mehr auf exit

allein unter nazis

schöne arte-reportage über antifas in ungarn:

(demokratie)idealismus

troll physics: infinite money

ja, ich mag rage-comics. problem?

der wertmüller

ich hab mir heute tatsächlich ein paar vorträge von oberbahamit justus wertmüller angehört. hätte ich lieber nicht gemacht und wäre stattdessen durch („das deutscheste aller viertel“ j. wertmüller) kreuzberg spaziert. die übliche tour bei ihm geht so, für alles, was er nicht mag (also so ziemlich alles außer sex und bürgerlichem high-life) irgendein wort aus dem spektrum islam („dann wurde eine fatwa gegen mich ausgesprochen“, „das orientale gemüt“, „die umma-sozialisten“) oder des ns („volksgemeinschaft“, „das gesunde volksempfinden“) verpasst bekommt und damit ist die sache, die er nicht mag, hinreichend kritisiert. klar, solche sachen findet man nicht gut als voll aufgeklärtes ideologiekritisches subjekt.

dann ist mir immer wieder aufgefallen, was für ein absurdes bild wertmüller von staaten und nationen hat:
permanent lobt er die demokratie für ihre vermittelte herrschaft, denn das sei eine „institutionalisierung gegen den mob“. rechte findet er super, er behauptet sogar ihre ahistorizität und bringt dafür allen ernstes das argument, dass die nazis ja auch eigentlich gewusst hätten, dass das, was sie da mit den juden so treiben, eigentlich nicht „recht“ sei. wertmüller glaubt, die rechte, die es im staat gibt, seien abgeleitet aus dem subjektiven moralempfinden der leute, obwohl es sich tatsächlich umgekehrt verhält (nicht total, aber doch erheblich). die tatsache, dass es ein staat schafft, rechte beliebig auch gegen den willen der leute abzuschaffen oder einzusetzen, z.b. ersteres wenn es gerade darum geht massig gebiete zu erobern, ist für wertmüller kein argument gegen rechte, sondern für sie.
wertmüller scheint außerdem zu denken, staaten seien subjekte, die aus moralischen gründen dinge tun oder unterlassen. so wirft er deutschland permanent vor, es habe, obwohl es sich zu israel bekennt, dieses oder jenes zu seinem schutz nicht getan. der udssr wirft er vor, sie habe deutschland nicht schon 1939 angegriffen. dass es bei all diesen dingen vielleicht auch um wirtschaftliche und militärische fragen geht, interessiert ihn nicht. auch kommt er durch derlei dinge nicht dazu, gegen staaten zu sein. der absurdeste gedanke geht schließlich so: amerika sei sieger des zweiten weltkrieges (achja und england natürlich) und nicht die udssr, denn die seien mit ihrem terrorapparat und so ja „äh… nicht so schick.“ so hat er es gesagt! ich schwöre!