Archiv der Kategorie 'antifa'

aktion von exit deutschland hat es bis auf memebase geschafft

the art of trolling und so

memebase

edit: meinte natürlich exit, nicht endstation rechts.

trojaner t-shirts bei ‚rock für deutschland‘

exit deutschland hat bei der diesjährigen nazi-veranstaltung ‚rock für deutschland‘ mit einer originellen idee für aufsehen gesorgt. sie verteilten t-shirts mit szenetypischem aufdruck. nach dem ersten waschen verschwand das logo und es kam der spruch zum vorschein: ‚was dein t-shirt kann, kannst du auch‘ und kontaktdaten zu exit.

mehr auf exit

allein unter nazis

schöne arte-reportage über antifas in ungarn:

antifa troll

hab ich eben gebastelt und ich möchte, dass das jemand bei der nächsten antifa-blockade als flagge dabei hat, sonst mach ich es selbst!

yeah

witziger song von conexion musical über toto und harry.

epic win

kapital bullshit verdinglichung

bin betrunken

bamm

die abschieber

doku über die arbeit der abschiebebehörden in hamburg. achtung: ist ziemlich drastisch. höhepunkt des zynismus: bildschirmschoner eines sachbearbeiters „wir buchen – sie fluchen. ein service der never-come-back-airlines“

http://www.youtube.com/watch?v=V5UEO3PFFsg

http://www.youtube.com/watch?v=mqK5FfTftrw

interne papiere der ‚deutschen burschenschaft‘ geleakt

gestern wurden auf indymedia interne dokumente der „deutschen burschenschaft“ geleakt. wenn man sich durch die großteils langweilig textwüste quält, stechen einem hin und wieder einige aussagen ins auge.

die einführung eines ‚ariernachweises‘ lässt sich bspw. im ‚nachrichtenblatt nr. 311′ finden:

„Die Mitgliedsvereinigungen der Deutschen Burschenschaft sind […]
berechtigt, solche Mitglieder aufzunehmen, die persönlich bereit und in der Lage sind, die Grundsätze der Verfassung der Deutschen Burschenschaft anzuerkennen und zu verwirklichen. […] . Demnach bekennt sich die Deutsche Burschenschaft zum Deut- schen Vaterland als der geistig kulturellen Heimat des Deutschen Volkes, wobei sie unter dem (deutschen) Volk eine Abstammungsgemeinschaft versteht, die durch gleiches geschichtliches Schicksal, gleiche Kultur, verwandtes Brauchtum und gleiche Sprache verbunden ist. […] Die Identität des Deutschen Volkes wird vor allem geprägt, durch dessen Sied- lungsraum in Europa, insbesondere in Mitteleuropa auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreich sowie durch die noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschlossenen deutschen Siedlungsgebiete in Ost- und Südosteuropa. (!) […] Aufgrund der besonderen Lage des deutschen Volkes, dem es nicht gelungen ist (!), eine einheitliche deutsche Staatsnation zu bilden, kann demnach der Besitz der österreichischen oder bundesdeutschen Staatsangehörigkeit für sich alleine nicht schon das ausschlaggebende Kriterium für die Frage der Volkszugehörigkeit sein, wenngleich sie ein Indiz hierfür ist. […] Maßgeblich ist die Abstammung von Angehörigen des deutschen Volkes. Deutscher im Sinne der Grundsätze der Deutschen Burschenschaft ist daher nur derjenige Bewerber, dessen fami- liäre Wurzeln schwerpunktmäßig im deutschen Siedlungsgebiet in der Mitte Europas oder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschlossenen deutschen Siedlungsgebieten in Ost- und Südosteuropa liegen. (!) […] Sofern nach Beachtung vorstehend skizzierter Voraussetzungen Zweifel bestehen, ob jemand als Mitglied in eine Burschenschaft aufgenommen werden kann, hat vor Aufnahme unter Be- achtung der oben aufgestellten Kriterien eine Überprüfung (!) im Einzelfall zu erfolgen, ob die- ses Mitglied in eigener Person die Gewähr fiir die Verwirklichung der Grundsätze der Verfassung der Deutschen Burschenschaft bietet. […] Eine Überprüfung hat in folgenden Fällen zu erfolgen:
1. Bei einem Bewerber, der nicht dem deutschen Volk angehört.
2. Bei einem Bewerber, dessen Eltern nicht beide dem deutschen Volk angehören.
3. Bei einem Bewerber, dessen Eltern zwar deutsche Volksangehörige sind, der selbst aber einem anderen Volk angehört. […]

in einem teil des protokolles des ‚burschentages 2010′ wird ein antrag verhandelt, nach dem sich die db von ‚jeglichem rassismus‘ distanzieren solle. das geht dann so:

10.11 Antrag der Alten Freiberger Burschenschaft „Glückauf“ zu Clausthal im
Namen der Arbeitsgemeinschaft Marburg bezüglich einer Verurteilung von Rassismus

Der Sprecher der DB stellt fest, dass derzeit noch Untersuchungsverfahren zu der betroffenen Sache laufen, so dass der Antrag unzulässig ist und vorab der Feststellung des Sachverhalts keine Abstimmung hierüber erfolgen kann.
Die Antragsstellerin rechtfertigt ihren Antrag und verweist auf den fehlenden Bezug zu Bünden und Verbandsbrüdern.
Die Antragstellerin akzeptiert jedoch den Einwand der VorsDB und zieht deshalb den Antrag
zurück.

anschließend sorgt sich ‚verbandsbrüder schlüsselberger‘ von der olympia wien* in einer recht amüsanten passage um das deutsche volk.

* berüchtigt für ihr flugblatt aus den 90ern: „Bist du häßlich, fett, krank oder fremd im Lande, bist Du von Sorgenfalten, Weltschmerz oder linksliberaler Gesinnung gepeinigt, trägst Du alternative oder Schicky-Kleidung oder gar ein Flinserl im Ohr, studierst du Psychologie, Politologie oder Theologie oder gar nicht, hast du den Wehrdienst verweigert oder eine Freundin mit, die weder schön noch still ist, kurz: bist Du auf irgendeine Weise abnormal oder unfröhlich, dann bleib lieber zu Hause.“

Verbandsbruder Schlüsselberger thematisiert die Zukunft der Deutschen Burschenschaft. Er stellt fest, dass es ohne Jugend keine Zukunft für Deutschland gebe. Die Jugend solle brausen und stürmen. Dieser Geist soll nicht gedämpft werden. [..] Um das Volk scheint es aber derzeit nicht gut zu stehen. Was hat dies mit der DB zu tun. Die Burschenschafter müssen Diener des deutschen Volkes sein. Das Volk benötige Kämpfer,
welche das Herz am rechten Fleck haben und ihren Elan und ihre Kraft zur richtigen Zeit einsetzen. Vbr. Schlüsselberger fordert, dass alle Mitglieder der DB an einem Strange ziehen sollen. […] Vbr. Engelke (Obotritia) stellt fest, dass es in der DB derzeit wohl nicht mehr brausen und stürmen würde. Er attestiert jedoch, dass leichte Anzeichen von Harmonie festzustellen seien. […] Die Tagung 2007 in Eisenach sei eher peinlich gewesen. Der Vortrag auf der Wartburg sei zwar gut gewesen, allerdings hätte kein angemessener Kommers stattgefunden. Weiterhin habe ein Problem im Umgang mit den Waffenbrüdern der NDB bestanden. […] Es sei abwegig die Diskussion um den volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriffes in den Mittelpunkt unserer Diskussion und inhaltlichen Fragstellungen zu rücken. Die heutigen Grenzen seien zu akzeptieren. Ohne die Verfehlungen des zweiten Weltkriegs hätten die ursprünglichen Grenzen noch ihren Bestand. [!!!!!!!!!!!]

mit der bandbreite für deutschland und gegen den feminismus

nach einer „ausladung“, durfte ‚die bandbreite‘ also nach einer „diskussion“ doch auf dem uz-pressefest spielen. die antwort auf die kritik sah überall gleich aus:

- künsterlische/ meinungsfreiheit
- verleumdung von „sogenannten ‚antideutschen‘“
- die sind jung und machen politische texte, yeah, lasstse doch!
- sie sind links (selbst wenn das stimmen würde: na und?)

wie für ‚die bandbreite‘ kunst und linke politik aussieht, lässt sich u.a. hier sehr schön sehen:

song ‚weltmeister‘

während im ballermann-style für die deutsche nation und deren erfolg gerappt wird, tanzen halbnackte frauen im hintergrund (eine bekommt von wojnarowicz später noch eine bierflasche an den kopf geworfen). außerdem gibt es reichlich schwarz-rot-gold und dazwischen allen ernstes eine antifa-flagge. um nicht-deutschen zu zeigen, was man von ihnen hält, wird dem holländischen fan in den bierbecher gepisst, der es ahnungslos schluckt (haben halt keinen geschmack, was bier angeht, die holländer)

nichtmal die dkp-queer-gruppe scheint der widerliche anti-feminismus und sexismus der bandbreite zu stören. in ihrer pressemitteilung wird erst drei (!) absätze lang die plattitüde ausgewalzt, dass es viele meinungen gibt und man die eine oder andere haben kann („Es gibt Kritiker, die in die Diskussion einbringen, “Die Bandbreite” wäre sexistisch, homophob, rassistisch, faschistisch und verbreite Verschwörungstheorien. Darüber kann man geteilter Meinung sein.“)

und weiter:

Der Vorwurf des Sexismus wird an zwei Liedern festgemacht, die – zumindest nach der Aussage der Band – als “Anklage und Abrechung mit dem Sexismus” zu verstehen sein sollen. Es soll auch keine weiteren „Belege“, weder im Verhalten noch in ihren Aussagen geben, die den Sexismusvorwurf bestätigen. Darüber kann man streiten und sollte dies auch tun.

wo ist das argument? wenn man streiten soll, dann tut das doch mal! ich überreiche euch hiermit den wm-pokal der nicht-kritik!
ich fang an und zitiere aus dem song „man kennt uns“:

»Ich brauch jetzt was Williges, seh ichs, brauch ichs, will ich es was heute wichtig is, is letztlich was recht Billiges (…) Ey, Emanzen nach hinten, darf ich denn zum Tanze bitten?«

wer mir aufzeigen kann, wo und inwiefern das eine abrechnung mit sexismus sein soll, der bekommt von mir eine tube analgleitcreme!

noch ein zitat aus dem song „miesmuschel“ (by the way: wtf?):

»»Ne, ne, es tut dir weh, doch wir warten nich, wo ich doch so selten ma n harten krich. du bis nich artig und jetzt kommt deine Strafe, du kanns nicht erwarten, datt ich zärtlich mit dir schlafe.« «

s.o.: wo ist die abrechnung?

auf den ganzen verschwörungskram will ich gar nicht mehr eingehen, da das bisherige eigentlich reichen müsste, um aus linken strukturen gekickt zu werden. offenbar gehört die dkp zu diesen nicht dazu. bisher hatte ich den eindruck, man könne mit der dkp zumindest punktuell gemeinsame sache machen. ich hab mich anscheinend getäuscht (das sehen übrigens sogar einige ex-dkp-mitglieder genauso, die nach dem auftritt aus der partei ausgetreten sind).

auch absurd, einige statements von dkp-leuten zur bandbreite auf dem uz-pressefest.

das gleiche dumme verschwörungstheoretische rumgeopfer über „meinungsterroristen“ (0:40) oder dass eine diskussion darüber, wer links sei und wer nicht, „erbärmlich“ sei (1:18). obligatorisch auch, dass sich ein mitglied nicht entblödet vor seinem statement darauf hinzuweisen, dass seine eltern aus deutschland fliehen mussten, weil sie juden waren. so geht parteilichkeit vor argumentation. seine interessierte meinung gipfelt in der erkenntnis, dass „der imperialismus“ auch durch „verdeckte maßnahmen“ ausgeführt werde. und die bandbreite als tolle investigative insider haben die anscheinend rausgefunden. und, ebenfalls obligatorisch in fast allen pressemitteilungen, die frage: „cui bono?“, die davon ausgeht, dass eine geheime kleine gruppe, die welt und die geschichte steuert.

auch eine aktivistin der gruppe arbeiterfotografie (große freunde des holocaust-leugners ahmadinedschad) war dabei und beschwert sich, dass man sich „über irgendeinen firlefanz“ aufregt (3:34).

ein betriebsrat lässt verlauten: „wenn man die maßstäbe, die an die bandbreite angelegt werden, in der betriebsratsarbeit verwenden würde, dann könnte ich mich nichteinmal mehr selber wählen“ es sei „keiner mehr gut genug“.
es ist schwer, nicht sexistisch zu sein, das geht mir auch so, jeden tag muss ich mich zusammenreißen, um keine pro-vergewaltigungs-lieder zu schreiben.
die linke hat also einfach zu hohe ansprüche an sich selber, das ist das problem. na dann sehen wir halt ein bisschen über sexismus und antisemitismus hinweg, dann wirds schon mit der deutschen revolution!

zuletzt eine weitere aktivistin, die „diesen linken liedersommer“ mitorganisiert: „da haben wir nach einer band gesucht, die nicht so alt ist wie wir“.

da musste ich zum ersten mal bei der ganzen disku lachen ohne dass es mir im halse stecken blieb. danke dafür! ich hoffe, ihr geht bald in pension, damit mal vernünftige leute den laden übernehmen, von mir aus sogar als dkp.

wenn das marxismus ist, dann bin ich kein marxist!
wenn es antideutsch ist, die bandbreite vom platz zu fegen, dann bin ich antideutsch!
und wenn es kunst ist, was die bandbreite macht, dann bin ich gegen kunstfreiheit!