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Der poststrukturelle Feminismus und seine seltsamen Blüten

Eine kleine Kritik an dem Text „Ana­ly­se fe­mi­nis­ti­scher Ge­ne­ra­tio­nen mit Bei­spie­len aus „Men­schen bei Maisch­ber­ger“

Angefangen hab ich die Auseinandersetzung mit dem Text aufgrund einer persönlichen Diskussion. Da es aber inzwischen recht umfangreich geworden ist, stelle ich es hier rein. Fortsetzung folgt.

Grundsätzlich:

Die ganze Herangehensweise geht immer so, allen als Opfern identifizierten (Migranten, Frauen etc.) besondere Ehrentitel zu verliehen und immer genau aufzupassen, dass man sie auch ja nicht durch Sprache diskriminiert. „Men­schen mit kon­stru­ier­tem Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund“ Was soll das denn heißen? Was ist denn daran konstruiert? Jemand wandert z.B. nach Deutschland ein (nichts anderes heißt migrieren nämlich) und bekommt hier Kinder, die haben dann einen Migrationshintergrund. So what? Man kann auch Ausländer oder sonstwas sagen, das Ding ist, dass jedes neue Wort sofort eine negative Konnotation bekommt, früher oder später, weil diese Menschen real schlechter gestellt sind und das ist mit so einer Sprachregelung nicht zu beheben. Dazu müssen die materiellen Reproduktionsbedingungen der Gesellschft umgestürzt werden.

Dazu ein Zitat vom GSP 4-06:

Der Leserbrief spricht eine Schwierigkeit an, mit der wir zu tun kriegen und umgehen. Die Sprache der Politik ist moralisch verseucht, Wörter für Rassen, Völker und soziale Stände ganz besonders. Das Politisieren ist und wird verstanden als eine Sphäre des Rechtens und Parteinehmens: Wer sich zu Wort meldet, will das Recht oder Unrecht eines Standes oder nationalen Kollektivs verkünden, also seiner Parteilichkeit Gehör verschaffen; Leser und Hörer suchen ihrerseits nach Erkennungsmerkmalen der Parteilichkeit, um zu wissen, woran sie mit einer Wortmeldung sind. Schön zirkulär vergleichen sie die entdeckte Parteilichkeit eines Autors mit den eigenen sympathisierenden Vorurteilen oder Antipathien und finden dementsprechend die Stellungnahme gelungen oder unmöglich. Schon durch die gewählte Kennzeichnung der diversen Kollektive signalisieren Autoren Achtung oder Verachtung für die damit Bezeichneten; schon daraus erkennt das Publikum den vertretenen Standpunkt. Das gezielt eingesetzte Schimpfwort oder die ehrende Benennung ersetzen bzw. sind häufig das ganze Urteil. Wer z.B. den Unternehmer Kapitalist nennt, gibt sich als Kritiker der besitzenden Klasse zu erkennen, der er die Ausbeutung der Arbeitskräfte unterstellt; wer den Kapitalisten Unternehmer nennt, gibt seine Wertschätzung der wichtigen Rolle dieser Spezies zu Protokoll, von deren Tatkraft das ganze Gemeinwesen abhängt; wer ihn schließlich Arbeitgeber nennt, anerkennt die soziale Rolle der Profitmacherei ausdrücklich im Namen der davon abhängigen Arbeitskräfte. Mit der Wortwahl ist alles gesagt – und alles verstanden. 

Weiter im Text:

„Alle an­de­ren sind weiß“ Da hör ich einen Vorwurf raus und der heißt: hier ist nicht jedes Kollektiv gleichermaßen vertreten. Und weil es nicht um die Klärung von Sachfragen zu gehen scheint, sondern darum, dass jeder und jede seine und ihre Opferperspektive vorbringt, herrscht ein Ungleichgewicht. Dass Zwangskollektive nichts gutes sind, hat die Autorin (?) irgendwie begriffen, aber davon Abstand nehmen will sie nicht.

„das he­ge­mo­nia­le Ver­hal­ten der an­de­ren Frau­en damit zu einem gro­ßen Teil von ihrem Weiß-​sein be­stimmt.“

Wieder dasselbe. Was sie gesagt haben, wird nicht inhaltlich widerlegt, sondern wird von ihrem Weiß-sein bestimmt (biologisch oder wie? Und auch wenn sozial: eine brutale Art, dem Menschen seine Fähigkeit abzusprechen, denken zu können und frei zu sein)

Ich könnte jetzt noch tausend andere Stellen zitieren, das Muster ist immer dasselbe. Die Argumentation von Şahin könnte z.B. von Rassismuserfahrungen bestimmt sein. Von Erfahrungen wird nichts bestimmt, denn ein und diesselbe Erfahrung kann zu ganz verschiedenen Einsichten führen. Deswegen ist es auch ein klassischer ML-Fehler, zu meinen, wenn die Leute erstmal streiken und Erfahrungen mit Repression machen, werden sie zu Kommunisten.

So kommt nie und nimmer eine gute Diskussion heraus, wenn niemand ernst genommen wird mit seiner Position, sondern immer gesagt wird: das hat der/die als Frau/ Migrant/ Arbeiter usw. gesagt.

„Ich habe mich dazu ent­schlos­sen, die jun­gen Fe­mi­nis­tin­nen un­ab­hän­gig von ihrer Haut­far­be dar­zu­stel­len und die an­de­ren Ge­ne­ra­tio­nen als weiß zu be­nen­nen.“

Schon wieder eine brutale Einsortierung. Bei den einen ist mir die Hautfarbe egal, die anderen sind weiß. So geht positiver Rassismus. Das ist genau diesselbe Tour wie wenn ein Deutscher von einem Verbrechen, dass von mir aus jemand mit arabischem Background begangen hat, sagt: Aha, war ja wieder klar, die Araber! Wohingegen er bei einem Deutschen nie auf die Idee kommen würde, zu sagen: War klar, die Deutschen!

Was soll eigentlich dieser Begriff ‚people of colour‘? Da schwingt doch die Unterstellung mit, die einen haben ne Farbe (schwarz und zudem, um nicht zu diskriminieren nehmen wir die gelben Chinesen noch dazu, oder wie?) und die anderen nicht (und damit sind sie eigentlich die normalen, die adjektivlosen).

So, nachdem jetzt alle Teilnehmerinnen richtig sortiert sind und jeder alle Vorurteilsstandpunkte kennt (alt, jung, schwarz, weiß, sogar „älter“, was ein Zitat unterstellt, als ob Alice Schwarzer gar nicht objektiv älter wär als Şahin, sondern dass nur eine Zuschreibung wäre), geht es um das erste wichtige Thema, nämlich Kleidung:

Sich zu kleiden wie man möchte, ist ein vernünftiges Anliegen, das wird niemand bestreiten. Aber darum geht es der Autorin nicht, sie fordert Respekt ein. Passt wieder wunderbar in die ganze Tour: trete anderen nicht zu nahe, gib ihnen nette Namen (regelmäßig neue, denn die nutzen sich schnell ab), und behandle sie ihrem Stand entsprechend. Damit ist sichergestellt, dass Arbeiter, Migranten, Frauen und andere Diskriminierte und ihrem Diskriminiertsein gut behandelt werden, aber genau das für immer bleiben. Das ist eine bürgerliche Gutsherrenmentalität sondergleichen.

Nächstes Thema Porno-Debatte:

„Es geht nicht darum, wer Recht hat. Es geht darum, wie mit Po­si­tio­nen An­de­rer um­ge­gan­gen wird.“ Wieder dasselbe. Bloß nicht streiten, sondern Respekt haben. Bürgerlicher Meinungspluralismus as its best. Dabei ist die Definition, die Schwarzer von Pornos hat tatsächlich falsch. Es gibt ja einfach faktisch Pornos, wo ihre Definition von „ver­harm­lo­sen­de oder ver­herr­li­chen­de, deut­lich er­nied­ri­gen­de se­xu­el­le Dar­stel­lung von Frau­en oder Mäd­chen in Bil­dern und/oder Wor­ten“ einfach nicht stimmt. Aber statt darüber zu reden, ob das stimmt, wird gesagt: etwas definieren ist verboten (egal obs stimmt), denn das untergräbt ja wohl die Definitionen von anderen. Am Schluss von solchen Forderungen kommt übrigens immer raus: der Status Quo bleibt erhalten. Du willst Kommunismus? Naja kannst du schon meinen, aber bitte anerkenne doch, dass ich als Kapitalist das gerade nicht mag. Oder noch krasser: Du willst Feminismus? Ok, aber anerkenne bitte, ich ALS heteresexueller Mann, der Pornos und Bier mag, das nicht gut finde.

Ich überspringe die nächsten Einteilungen.

„Für uns ist „Schei­ße“ was für die äl­te­ren wei­ßen Fe­mi­nis­tin­nen und die wei­ßen Fe­mi­nis­tin­nen der Zwi­schen­ge­ne­ra­ti­on „bes­ser“ ist.“

Ja, das kommt eben daher, wenn man alles relativ und nicht objektiv sieht. Bürgerlicher Rechtsstaat ist doch besser als Faschismus usw. Vergleiche taugen eben nicht dazu, etwas zu beurteilen.

„Wenn also Şahin Kraus dafür kri­ti­siert, dass sie die Ob­jek­ti­vie­rung ihres Kör­pers als Sub­jekt zu nut­zen weiß, sieht Şahin eben nicht die Er­run­gen­schaft des selbst­be­stimm­ten und macht­vol­len Um­gangs mit dem ei­ge­nen Kör­per. Sie sieht den ge­sell­schaft­li­chen Um­gang mit Frau­en­kör­pern, der klas­si­fi­ziert, ob­jek­ti­viert und sich an Män­nern aus­rich­tet. Dass Kraus über ihre Klei­dungs­wahl selbst­be­stimmt über die me­dia­le Se­xua­li­sie­rung und Ob­jek­ti­fi­zie­rung ihre Kör­pers ent­schei­den kann, ist eine Ver­bes­se­rung – eine Ver­bes­se­rung am Müll­berg.“

Das ist richtig. Etwas auszunutzen ist eben etwas ganz anderes als zu meinen, es wär gut. Sonst würde man es nutzen und nicht ausnutzen.

„Wir brau­chen un­se­re Kraft, um die Ar­beit fort­zu­set­zen, den Müll­berg ab­zu­tra­gen, eine Ge­sell­schaft zu er­schaf­fen, die nicht nur bes­ser ist, son­dern so ist, wie die Frau­en­be­we­gung sie seit Ge­ne­ra­tio­nen ge­wollt hat.“

Ich möchte am liebsten laut schreien: ja, dann tu es bitte!

Bevormundung:

Erst wird angekündigt, es soll erklärt werden, was Bevormundung ist und prompt danach heißt es: es sind zwei ganz verschiedene Sachen (nämlich Methode und Einstellung). Das ist unsauber. Die Sache, die etwas hervorbringt ist nicht dasselbe wie die Sache.

„Be­vor­mun­dung be­dingt, ob ich es für eine gute Idee halte, an­de­ren Frau­en zu sagen, wie sie leben sol­len.“

Wieder: die Bevormundung wird als Grund für etwas anderes (ob eine Idee für gut befunden wird) benannt, aber nicht erklärt, was Bevormundung ist. Kaum versucht die Autorin andere von der Richtigkeit ihrer Meinung zu überzeugen, hat sie das ungute Gefühl, sie würde jemanden bevormunden. Bevormundung ist etwas ganz anderes, nämlich wenn man FÜR andere spricht und nicht, wenn man ihnen sagt, was sie tun sollen.Wieso sollte überhaupt jemand auf die Idee kommen zu meinen, er müsste anderen sagen, wie sie zu leben oder was sie zu tun hätten?
Beispiel: Wenn ich feststellen würde, alle außer ich sind mit dem Kapitalismus voll zufrieden, dann würde ich echt sagen müssen: ok, dann wird das auch nichts. So ist es aber gar nicht. Dass die Leute keinen Aufstand machen, liegt überhaupt nicht daran, dass sie mit ihrer Lage zufrieden wären, sondern dass sie sich die Lage falsch erklären. Deshalb ist es der Job von Kommunisten, den Leuten ihre Lage zu erklären.
Im Prinzip gilt dasselbe für alle anderen Gruppen, die im Kapitalismus schlecht wegkommen, auch für Frauen: ich glaube nicht, dass Frauen mit ihrer Stellung (insbesondere in Nicht-EU-Ländern) sonderlich zufrieden sind. Nur erklären sie sich das falsch, z.B. mit ‚das ist halt von Natur aus so‘ oder ‚das hat Gott so gewollt‘ oder ‚Männer sind einfach Schweine‘ usw. Leuten zu erklären, welche Gründe z.B. hinter Vergewaltigungen, schlechteren Bezahlungen usw. stehen, ist überhaupt keine Bevormundung, sondern tut not.

auch epic

epic win

gay parents

vor einiger zeit habe ich mal ein video hier veröffentlicht, in dem gezeigt wird, wie leute in einem café reagieren, wenn sie mitbekommen, dass ein schwules pärchen angepöbelt wird. ich habe damals gesagt, ich hätte das ganze gerne nochmal mit frauen und/oder einer konservativeren umgebung, um zu sehen, wie sich die reaktionen unterscheiden. jemand hat auf mich gehört:

mit der bandbreite für deutschland und gegen den feminismus

nach einer „ausladung“, durfte ‚die bandbreite‘ also nach einer „diskussion“ doch auf dem uz-pressefest spielen. die antwort auf die kritik sah überall gleich aus:

- künsterlische/ meinungsfreiheit
- verleumdung von „sogenannten ‚antideutschen‘“
- die sind jung und machen politische texte, yeah, lasstse doch!
- sie sind links (selbst wenn das stimmen würde: na und?)

wie für ‚die bandbreite‘ kunst und linke politik aussieht, lässt sich u.a. hier sehr schön sehen:

song ‚weltmeister‘

während im ballermann-style für die deutsche nation und deren erfolg gerappt wird, tanzen halbnackte frauen im hintergrund (eine bekommt von wojnarowicz später noch eine bierflasche an den kopf geworfen). außerdem gibt es reichlich schwarz-rot-gold und dazwischen allen ernstes eine antifa-flagge. um nicht-deutschen zu zeigen, was man von ihnen hält, wird dem holländischen fan in den bierbecher gepisst, der es ahnungslos schluckt (haben halt keinen geschmack, was bier angeht, die holländer)

nichtmal die dkp-queer-gruppe scheint der widerliche anti-feminismus und sexismus der bandbreite zu stören. in ihrer pressemitteilung wird erst drei (!) absätze lang die plattitüde ausgewalzt, dass es viele meinungen gibt und man die eine oder andere haben kann („Es gibt Kritiker, die in die Diskussion einbringen, “Die Bandbreite” wäre sexistisch, homophob, rassistisch, faschistisch und verbreite Verschwörungstheorien. Darüber kann man geteilter Meinung sein.“)

und weiter:

Der Vorwurf des Sexismus wird an zwei Liedern festgemacht, die – zumindest nach der Aussage der Band – als “Anklage und Abrechung mit dem Sexismus” zu verstehen sein sollen. Es soll auch keine weiteren „Belege“, weder im Verhalten noch in ihren Aussagen geben, die den Sexismusvorwurf bestätigen. Darüber kann man streiten und sollte dies auch tun.

wo ist das argument? wenn man streiten soll, dann tut das doch mal! ich überreiche euch hiermit den wm-pokal der nicht-kritik!
ich fang an und zitiere aus dem song „man kennt uns“:

»Ich brauch jetzt was Williges, seh ichs, brauch ichs, will ich es was heute wichtig is, is letztlich was recht Billiges (…) Ey, Emanzen nach hinten, darf ich denn zum Tanze bitten?«

wer mir aufzeigen kann, wo und inwiefern das eine abrechnung mit sexismus sein soll, der bekommt von mir eine tube analgleitcreme!

noch ein zitat aus dem song „miesmuschel“ (by the way: wtf?):

»»Ne, ne, es tut dir weh, doch wir warten nich, wo ich doch so selten ma n harten krich. du bis nich artig und jetzt kommt deine Strafe, du kanns nicht erwarten, datt ich zärtlich mit dir schlafe.« «

s.o.: wo ist die abrechnung?

auf den ganzen verschwörungskram will ich gar nicht mehr eingehen, da das bisherige eigentlich reichen müsste, um aus linken strukturen gekickt zu werden. offenbar gehört die dkp zu diesen nicht dazu. bisher hatte ich den eindruck, man könne mit der dkp zumindest punktuell gemeinsame sache machen. ich hab mich anscheinend getäuscht (das sehen übrigens sogar einige ex-dkp-mitglieder genauso, die nach dem auftritt aus der partei ausgetreten sind).

auch absurd, einige statements von dkp-leuten zur bandbreite auf dem uz-pressefest.

das gleiche dumme verschwörungstheoretische rumgeopfer über „meinungsterroristen“ (0:40) oder dass eine diskussion darüber, wer links sei und wer nicht, „erbärmlich“ sei (1:18). obligatorisch auch, dass sich ein mitglied nicht entblödet vor seinem statement darauf hinzuweisen, dass seine eltern aus deutschland fliehen mussten, weil sie juden waren. so geht parteilichkeit vor argumentation. seine interessierte meinung gipfelt in der erkenntnis, dass „der imperialismus“ auch durch „verdeckte maßnahmen“ ausgeführt werde. und die bandbreite als tolle investigative insider haben die anscheinend rausgefunden. und, ebenfalls obligatorisch in fast allen pressemitteilungen, die frage: „cui bono?“, die davon ausgeht, dass eine geheime kleine gruppe, die welt und die geschichte steuert.

auch eine aktivistin der gruppe arbeiterfotografie (große freunde des holocaust-leugners ahmadinedschad) war dabei und beschwert sich, dass man sich „über irgendeinen firlefanz“ aufregt (3:34).

ein betriebsrat lässt verlauten: „wenn man die maßstäbe, die an die bandbreite angelegt werden, in der betriebsratsarbeit verwenden würde, dann könnte ich mich nichteinmal mehr selber wählen“ es sei „keiner mehr gut genug“.
es ist schwer, nicht sexistisch zu sein, das geht mir auch so, jeden tag muss ich mich zusammenreißen, um keine pro-vergewaltigungs-lieder zu schreiben.
die linke hat also einfach zu hohe ansprüche an sich selber, das ist das problem. na dann sehen wir halt ein bisschen über sexismus und antisemitismus hinweg, dann wirds schon mit der deutschen revolution!

zuletzt eine weitere aktivistin, die „diesen linken liedersommer“ mitorganisiert: „da haben wir nach einer band gesucht, die nicht so alt ist wie wir“.

da musste ich zum ersten mal bei der ganzen disku lachen ohne dass es mir im halse stecken blieb. danke dafür! ich hoffe, ihr geht bald in pension, damit mal vernünftige leute den laden übernehmen, von mir aus sogar als dkp.

wenn das marxismus ist, dann bin ich kein marxist!
wenn es antideutsch ist, die bandbreite vom platz zu fegen, dann bin ich antideutsch!
und wenn es kunst ist, was die bandbreite macht, dann bin ich gegen kunstfreiheit!

sweet

via awesome

what would you do?

interessante show versucht mit zwei schauspielern und versteckten kameras herauszufinden, ob leute in der öffentlichkeit eingreifen, wenn sie zeuge homophober praxis werden:

via allophilia

ich möchte einiges anmerken:
versteckte kamera-shows oder beitrage, die mit dem ziel operieren, andere leute als unmoralische feiglinge zu überführen, so dass sich die zuschauenden selbst moralisch überlegen fühlen können, sind mir eigentlich zuwider. mit soziologischer brille ist es aber interessant zu sehen, wie die leute innerlich zwischen flucht und angriff schwanken, bis sie schließlich zu einer seite kippen.
was mich besonders genervt hat, war die ewig gleiche argumentation der eingreifenden, nämlich: er ist doch dein sohn und du bist sein vater/ seine mutter, also musst du ihn trotzdem lieben.
die vorstellung, man müsse seine nachkommen lieben, egal was sie tun, weil sie die eigenen nachkommen sind, bewegt sich gefährlich nahe an der heteronormativen schiene des „du darfst nicht schwul sein, ich will enkelkinder“ (mann will also nicht, dass die vererbungs-kette seiner guten gene abreißt)

ich hätte gerne noch gesehen:
dasselbe in dland, insbesondere in bayern (oder in der ostprovinz)
dasselbe nicht in einem teuren schicken café, wo vielleicht noch halbwegs aufgeklärte bürgerInnen abhängen, sondern in einer durchschnittskneipe
dasselbe mit lesben

vintage-sexism a la dr. oetker

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