Archiv der Kategorie 'muenchen'

bayern gegen linksextremismus

ich hab grad keine lust auf einen eigenen text, aber ich hab mal frische news, ist erst 2 stunden her. das webportal des innenministeriums bayern ‚bayern gegen linksextremismus ist online: https://www.bayern-gegen-linksextremismus.bayern.de [behördenseite! ggf. tor verwenden!]. die seite ist bei google noch schwer zu finden.

ich zitiere noch schnell mal br-online, weils so lustig war, hervorhebungen von mir:

Welcher Gruppierung sind die so genannten „Roten Schulhof-CDs“ zuzuordnen und welche Inhalte verbreitet diese Musik? Welche Bands spielen „Hassmusik“(ich will lösen! egotronic!) mit linksextremistischen Texten? Was will und macht der „Schwarze Block“? Welche kommunistischen Zeitschriften kursieren in Bayern? In welchen Orten sind Gruppierungen vertreten?

Antworten auf diese Fragen sind auf der nun gestarteten Internetseite „Bayern gegen Linksextremismus“ nachzulesen. Aufgeklärt werden soll über die Aktivitäten von Organisationen, die nach Ansicht des Innenministeriums dem linksextremen Lager zuzuordnen sind. Wer Hilfe sucht, kann sich an den jeweiligen Regionalbeauftragten für Demokratie und Toleranz wenden. In jedem Regierungsbezirk gibt es einen Verantwortlichen.

[…]

Dennoch hält Koschmieder das Portal für sinnvoll. Hier könnten sich beispielsweise Lehrer informieren, wenn dubiose CDs auf ihrem Schulhof verteilt würden oder Eltern, deren Kinder in die gewaltbereite linke Szene abzudriften drohten. Dass sich Jugendliche selbst über das Portal informieren, hält er für eher unwahrscheinlich. [lol!]

edit: leider nicht viel material, ziemlich schwach und außerdem haben sie andi geklaut. naja was hab ich erwartet.

polizei-einstellungstest in münchen

gruselig bis amüsant:

teil 1

interessant: bei der gruppenübung, bei der es um kommunikation bei einer problemlösung ging, durften sie nicht filmen. ein bewerber deutete aber später an, es sei wohl darum gegangen, dass irgendwelche „kinder steine schmeißen“.

teil 2

besonders geil das „persönliche gespräch“

roland heumoos (was für ein name!), einer der prüfer: „ein ganz grobes kriterium wäre, auf die frage warum er denn zur polizei möchte, er sagt, ja, ich hab einfach lust mal die linken aufzumischen oder solche aussagen, das wär zum beispiel schon ein grund, dass man so ein interview schon nach zehn minuten abbricht und sagt also nee, der ist für uns nicht geeignet.“

usk – unkontrollierbares schlägerkommando

münchner spießer und polizisten vereint im hass auf behinderte

was macht man als guter spießer, wenn die nachbarn zu laut sind? richtig, nicht selbst hingehen und versuchen, eine klärung herbeizuführen, sondern erstmal die bullen rufen.
normalerweise kommt dann eine streife nach hause, klopft und erklärt einem, man solle leise sein. nicht so in berg am laim. hier nimmt man vorsichtshalber 6 (sechs!) usk-beamten für einen blinden und dessen behinderten sohn mit. weil man um die einschränkungen der personen ja weiß, braucht man auch nicht große reden schwingen, sondern kann gleich die wohnung stürmen. wenn der sohn dann, weil er die situation nicht versteht und sich bedroht fühlt, versucht, einen beamten mit einer computermaus zu bewerfen, kann man beide zu boden knüppeln. dann ist wider ruhe im gau. sollte es jemand wagen, sich darüber zu beschweren, dass er nachts zusammengeschlagen wird, steht die münchner staatsanwaltschaft bereit, die ermittlungen gegen beamten grundsätzlich einstellt. rechtfertigung von innenminister hermann: es habe anhaltspunkte gegeben, dass sich in der wohnung eine verletzte person befunden habe und die polizei von einer „gefahr für leib und leben“ ausgehen musste. verletzte gibts meistens, wenn das usk auftaucht, ebenso gefähr für leib und leben, allerdings nicht vorher, sondern währenddessen und danach. was für anhaltspunkte? ah geh, mir san mir, liberalitas bavariae. eine klage der familie hat das verwaltungsgericht ohne begründung abgewiesen.

quelle: süddeutsche zeitung, 21./22.4.2011 S. r5 (gibt es leider (noch) nicht online, kann auf nachfrage hochgeladen werden)

aida-archiv nicht mehr „linksextrem“

der bayrische gerichtshof hat entschieden, dass die „antifaschistische informations-, dokumentations- und archivstelle münchen“ vom vs nicht mehr als „linksextremistisch“ eingestuft werden kann. ob aida nach diesem urteil wieder staatliche fördermittel erhalten wird, geht aus der meldung nicht hervor.

klick